Textatelier
BLOG vom: 26.11.2021

Bald ist die Farbenpracht des Herbstes vorbei

Autor: Heinz Scholz, Wissenschaftspublizist, Schopfheim

 


Am Wanderweg bei Neuenweg
 

Wir haben zwar keinen „Indian Summer“, wie er sich farbenprächtig im Nordosten der USA und in Kanada im Herbst zeigt, aber wir können uns genauso an einer fantastischen Herbstfärbung erfreuen. In Schopfheim fallen besonders die bunten Blätter des wilden Weins an Häuserfassaden auf. Auch Bäume, Büsche und Wälder zeigen sich in prächtigen Farben.

Wir sollten besonders in Corona-Zeiten Spaziergänge in der Natur durchführen und die Farben des goldenen Herbstes in uns aufnehmen. Viele hadern und versäumen das Schöne zu genießen. Man soll sich sputen, denn bald ist die Pracht wieder vorbei.

So konnten wir anlässlich von Wanderungen bei Neuenweg (05.11.2021), oberhalb von Todtnauberg (10.11.2021) und bei Lörrach (Salzert) und Inzlingen (17.11.2021) nochmals eine prächtige Herbstfärbung an einigen Bäumen und Sträuchern erblicken. Die Herbstfärbung war an einigen Orten schon am Abklingen. Bei der Wanderung in der Nähe von Todtnauberg sahen wir in 1100 m Höhe schon den ersten Schnee. Im Stadtgebiet von Schopfheim fielen mir die herbstlichen Ginkgo-Bäume auf. Die ehemals grünen Blätter zeigten eine schöne Gelbfärbung.

 


Im Stadtgarten Freiburg (Foto Elisabeth Faber)
 

Mannigfaltige Farbabstufungen
Der Leser wird überrascht sein, wenn er erfährt, dass für die Mannigfaltigkeit der Blüten- und Blattfarben nur wenige Verbindungstypen verantwortlich sind. Wie die Laubfärbung entsteht, habe ich im Blog vom 02.11.2020 schon erwähnt. Hier der Link:
https://www.textatelier.com/index.php?id=996&blognr=6469&autor=Heinz%20Scholz

 


Prächtge Hausfassade (Wiechs)
 

Es geht auch in Grün
Wie schon eingangs erwähnt, sind die bunten Hausfassaden eine prächtige Erscheinung. So konnte ich in Schopfheim-Wiechs wohl das schönste Haus des Ortes fotografieren (s. Foto). An einigen Hausfassaden in unserer Stadt befinden sich auch immergrüne und winterfeste Kletterpflanzen. Elisabeth Faber gelang eine schöne Aufnahme am Teich im Stadtgarten von Freiburg. Elisabeth sandte mir das folgende Zitat von Friedrich Logau (1604-1655):
Der Frühling ist zwar schön; doch wenn der Herbst nicht wär', wär' zwar das Auge satt, der Magen aber leer.

Hinweis auf weitere Blogs von Heinz Scholz
Trompetenbaum beeindruckt mit schönen Blüten
Der Tulpenbaum von Elsbeth Stoiber am Albis
Blütenreiche Wiesen mit Teufelskralle und Klappertopf
Gänseblümchen: Tausendschön und Margrittli
Sie war einst die grösste Tanne Westeuropas
Baumpilze schön anzusehen, für Bäume eine Gefahr
Ein Speisepilz, der auch Bäume zerstört
Haareis – ein seltenes Naturphänomen
Die Rote Bete verbessert nicht nur die Ausdauer
Fledermäuse – Faszinierend und bedroht
Die Mistel ist ein vielseitiger Halbschmarotzer
Sind wir schon im Zeitalter der Pandemien?
Bald ist die Farbenpracht des Herbstes vorbei
Riesenpilz ist kein Badeschwamm, sondern essbar
Schafgarbe hilft Frauen und heilt Wunden